Der Bau von My Son begann im 4. Jahrhundert unter König Bhadravarman (der von 349 bis 361 regierte) und wurde im späten 13. bis frühen 14. Jahrhundert unter König Jaya Simhavarman III. abgeschlossen.
Beim Besuch von My Son können Reisende die glorreichen historischen Spuren der alten Chăm-Dynastien sehen, die in jedem Mauerwerk und jeder geschnitzten Statue, die das gemeinschaftliche und religiöse Leben darstellt, sichtbar sind.
Die Tempel hier wurden akribisch gebaut, mit aufwendigen und einzigartigen Schnitzereien. Das bemerkenswerteste Merkmal ist die Bautechnik – jeder Ziegel wurde gebrannt und in präzise Blöcke geschnitten, die ohne Verwendung von Klebstoffen gestapelt wurden. Trotz jahrhundertelanger Exposition gegenüber natürlichen Elementen sind diese Strukturen intakt geblieben und stellen ein ungelöstes Rätsel dar. Aufgrund seines außergewöhnlichen kulturellen Wertes wurde My Son 1999 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.
Mit einem Durchmesser von nur 2 km liegt My Son vollständig in einem abgelegenen Tal, umgeben von majestätischen Bergen. Der Haupteingang führt über einen 1 km langen Weg zur zentralen Stätte. Für diejenigen, die nicht laufen möchten, stehen elektrische Shuttlebusse zur Verfügung. Reiseführer, die mehrere Sprachen beherrschen, stehen Besuchern, die sich für die Geschichte von My Son interessieren, jederzeit zur Verfügung.
Kürzlich wurden über 1.600 der 1.800 in My Son gefundenen Artefakte digitalisiert. Jeder Bereich der Stätte ist mit QR-Codes und automatischen Audioguides in sechs Sprachen (Vietnamesisch, Englisch, Französisch, Koreanisch, Japanisch und Chinesisch) ausgestattet. Der Eintrittspreis ist recht günstig.