• Cu Lao Cham: Ein Öko-Paradies nahe Hoi An

Erwähnen Sie Hoi An gegenüber einem erfahrenen Reisenden, und er wird Ihnen ein Bild von laternenbeleuchteten Gassen, maßgeschneiderter Seide und gelb getünchten Kaufmannshäusern malen. Nur 15 Kilometer vor dieser historischen Küste, vorbei an den hölzernen Langschwanzbooten und hinaus in die Tiefen des Ostmeeres, und ein radikal anderes Vietnam taucht auf.

Dies sind die Cham-Inseln (Cu Lao Cham), eine Gruppe von acht Granitfelsen, die einen rauen, smaragdgrünen Gegensatz zum gepflegten Tourismus des Festlandes bilden. Heute, als UNESCO-Weltbiosphärenreservat ausgewiesen, haben sich die Cham-Inseln stillschweigend zu einer der überzeugendsten Öko-Erfolgsgeschichten der Region entwickelt.

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Die Insel, die Nein zu Plastik sagte

Was die Hauptinsel Hon Lao bemerkenswert macht, ist nicht nur ihre beeindruckende Geografie, sondern auch die entschlossene Umweltverantwortung ihrer 3.000 Mitglieder starken Gemeinschaft.

Bereits 2009, lange bevor „Einwegplastikverbote“ zu einem trendigen Unternehmensschlagwort wurden, führten die lokale Regierung und die Bewohner ein strenges Verbot von Plastiktüten ein. Besucher, die am Pier ankommen, werden höflich, aber bestimmt kontrolliert. Wenn Sie den Steg betreten, werden Sie sofort etwas bemerken, das für eine sich entwickelnde Küstenlinie ungewöhnlich ist: Es gibt praktisch keinen Müll.

Das Engagement für den Naturschutz reicht bis unter die Wellen. Der umliegende Meerespark schützt über 300 Korallenarten und eine schillernde Vielfalt an Meereslebewesen. Lokale Fischer haben zerstörerische Netze gegen nachhaltigen Leinenfang und tourismusbasierte Naturschutzgebühren eingetauscht, wodurch das Reiseziel zu einem Modell für gemeindebasierten Ökotourismus geworden ist.

Eintauchen in die Biosphäre

Für Abenteuerlustige liegt der Reiz im Wasser. Die Che Cham Inseln bieten einige der gesündesten Korallenriffe des Landes.

Tagesausflügler von Hoi An versammeln sich oft um Hon Dai und Hon Tai zum Schnorcheln, aber um den Meerespark wirklich zu erleben, ist Tauchen der beste Weg. Die Unterwassersicht ist zwischen Juni und August am besten und offenbart eine lebendige Landschaft aus Hirnkorallen, Seeanemonen, Nacktschnecken und Schwärmen von schillernden Papageifischen.

Für die ganz Abenteuerlustigen ermöglichen Sea-Trekking-Erlebnisse den Besuchern, mit speziellen Sauerstoffhelmen auf dem Meeresboden zu gehen – ein surreales, hautnahes Erlebnis des streng geschützten Meeresbodens des Meeresschutzgebiets.

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Barfuß-Luxus und antike Spuren

Jenseits des Meereslebens bietet die Insel Hon Lao einen langsam wirkenden Charme. Die Insel wird von einer einzigen, gewundenen Küstenstraße durchzogen, die am besten mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkundet wird.

Im Hauptdorf Bai Huong bewegt sich das Leben im Rhythmus der Gezeiten. Hier verschmilzt das kulturelle Geflecht des Cham-Volkes, das diese Region jahrhundertelang beherrschte, mit vietnamesischen Fischertraditionen.

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Wichtige Stationen auf der Insel:

  • Die Hai Tang Pagode: Dieser alte buddhistische Schrein wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und steht am Fuße eines bewaldeten Berges. Er dient Fischern als spiritueller Anker, bevor sie sich auf das offene Meer wagen.
  • Der Champa-Brunnen: Ein 200 Jahre alter Süßwasserbrunnen, der der lokalen Überlieferung zufolge selbst auf dem Höhepunkt des monsunfreien Sommers niemals austrocknet. Einheimische schwören, dass das Wasser mystische Eigenschaften besitzt, von der Heilung der Seekrankheit bis zum Glück in der Liebe.

Nachts, wenn die letzten Schnellboote der Tagesausflügler nach Hoi An zurückkehren, erfahren die Inseln eine magische Verwandlung. Die Stille ist absolut, nur unterbrochen vom rhythmischen Plätschern der Wellen gegen die hölzernen Rümpfe der Coracles (traditionelle runde Bambusboote).

Die Unterkünfte hier verzichten auf Hochhaus-Luxus zugunsten authentischer Immersion. Denken Sie an Homestays am Strand und Öko-Lodges, wo der wahre Luxus das Fehlen von WLAN, die Frische des wilden Dschungelgemüses und der Geschmack von Steinkrabben ist, die nur Stunden zuvor gefangen wurden.

Wenn Sie reisen:

  • Beste Reisezeit: Die Inseln sind während der Monsunzeit von Oktober bis Februar aufgrund rauer See praktisch unzugänglich. Das Zeitfenster von März bis September bringt ruhiges Wasser und azurblauen Himmel.
  • Anreise: Schnellboote fahren täglich vom Cua Dai Pier in Hoi An ab und benötigen etwa 25 Minuten. Für eine gemütlichere, landschaftlich reizvollere Fahrt wählen Sie das traditionelle hölzerne Frachtboot, das etwa 90 Minuten benötigt.