Mein Mui Ne:

tom pham flyboard mui ne

Kapitel 01 —

Tom Pham ist der Besitzer von Flyboard, einer erstklassigen Kiteboarding-Schule in Mui Ne. Geboren in Ha Noi, verbrachte Tom seine frühen Jahre in den Niederlanden und kehrte 2008 nach seinem Abschluss in Betriebs- und Volkswirtschaftslehre nach Vietnam zurück. Eingebettet in Joe’s Cafe liegt Flyboard Mui Ne direkt an einer der besten Kitesurfing-Küsten Asiens. Hier spricht Tom über Kiteboarding für Anfänger, das Leben in Mui Ne und den Schutz des Strandes.

Sie sind in Ha Noi aufgewachsen – was hat Sie nach Mui Ne verschlagen? 

Ich wurde in Ha Noi geboren, bin aber in den Niederlanden zur Universität gegangen. Die meisten meiner Kommilitonen wollten für große Unternehmen arbeiten, aber ich habe es schon immer geliebt, in der Nähe des Ozeans zu sein, also habe ich mich entschieden, nach Vietnam zurückzukehren. Wenn ich am Strand oder im Wasser sein kann, bin ich völlig entspannt; mein Kopf ist frei. 

Wie sind Sie zum Kiteboarden gekommen? 

Ich habe mit Surfen angefangen, dann mit Windsurfen und Wakeboarden. Diese Sportarten führten ganz natürlich zum Kiteboarden. Als ich das erste Mal nach Mui Ne kam und die Kites sah, dachte ich: „Wow, das ist fantastisch!“ Ich musste es ausprobieren. Ich fand einen einheimischen Guide, bekannt als der König des Kiteboardens, und habe bei ihm gelernt.

Kiteboarding-Schulen in Mui Ne

Was macht Mui Ne so besonders für das Kiteboarden? 

Der lange Strand, das tiefe Wasser und die günstigen Preise von Mui Ne machen es heutzutage zu einer großartigen Option. Es ist das ganze Jahr über sonnig mit einer sehr kurzen Regenzeit von etwa zwei bis drei Wochen zwischen Juli und August. Die Bedingungen sind unschlagbar. 

Mui Ne ist auch ein wunderbarer Ort für einen Besuch, weil es ruhig ist. Die Hotels sind nicht zu groß. Jeder kennt jeden. Wir haben internationale Gäste, die jedes Jahr wegen des Strandes, des Wassersports und des guten Essens kommen. 

Kiteboarding Mui Ne

Wie hat sich Mui Ne in den letzten Jahren verändert?

In den letzten Jahren hat die Beliebtheit von Mui Ne zu einer schnellen Entwicklung geführt: mehr Hotels, Resorts und Restaurants. Diese Entwicklung hat die Erosion am Strand beschleunigt. Wir brauchen den Strand nicht nur für unsere Geschäfte, sondern auch zum Schutz der Umwelt. Ohne Anstrengungen zur Erhaltung des Sandes und zur Aufklärung der Einheimischen könnte diese einzigartige Geografie in Gefahr geraten. 

Anfangs waren nicht viele Leute interessiert, aber nachdem sie die Ergebnisse gesehen hatten, haben sich viele Unternehmen zusammengeschlossen, und jetzt sehen wir echte Ergebnisse, da die Strände zurückkehren. Auch Besucher helfen begeistert mit und nehmen nach einem Tag Kiteboarden an Strandreinigungsaktionen teil. Es ist eine Gemeinschaftsleistung.

Was ist der beste Weg, um mit dem Kiteboarden anzufangen? 

Die Mehrheit der Menschen, die Kiteboarden ausprobieren, ist schon nach der ersten Stunde begeistert. Reisende kommen für zwei oder drei Tage nach Mui Ne und bleiben am Ende einen Monat. Jeder kann diesen Sport ausüben. Sie müssen es einfach nur ausprobieren.

Flyboard Mui Ne

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit in Mui Ne abgesehen vom Kiteboarden? 

Vor ein paar Jahren haben mein Team und ich mit täglichen Reinigungsaktionen begonnen, um den Strand von Müll zu befreien. Ich habe meinem Hund Nemo sogar beigebracht, Müll vom Strand aufzusammeln. Um das Erosionsproblem zu lösen, habe ich zudem ein Team niederländischer Ingenieure herangeholt – Experten für Strandrestaurierung. Die großen Sandsäcke, die sie mitentwickelt haben, werden direkt vor der Küste platziert und tragen dazu bei, den Strand wiederaufzubauen und neu zu formen. 

Ich komme vom Sand einfach nicht los. Wenn ich nicht kiteboarde oder am Wiederaufbau des Strandes arbeite, bin ich meistens mit einem Geländefahrzeug im Dschungel oder auf einer der örtlichen Dünen unterwegs, besonders in der Nebensaison. Die roten und weißen meide ich, um meine Umweltbelastung möglichst gering zu halten. 

Kitesurfing Mui Ne

Was lieben Sie am Leben in Mui Ne?

Am Ende eines jeden Tages bin ich zurück bei Flyboard und tausche mich mit den Kiteboardern aus. Kitelehrer und Schüler aus verschiedenen Schulen kommen auf einen Drink zum Sonnenuntergang zu Joe’s und erzählen von ihrem Tag. Ich liebe diese Gemeinschaft und umgebe mich ständig mit gleichgesinnten Menschen. 

Welchen Rat haben Sie für Kitesurf-Neulinge? 

Es ist wichtig, sich mit der Ausrüstung und dem Wind wohlzufühlen, und das braucht Zeit. Seien Sie geduldig. Suchen Sie sich eine seriöse Schule und üben Sie. Am Anfang werden Sie nicht besonders gut sein, aber man braucht auch nicht mehr als ein paar Stunden, um den Dreh herauszubekommen. Bleiben Sie am Ende des Tages auch noch da und unterhalten Sie sich. Tauschen Sie Ihre Erfahrungen mit den erfahrenen Kiteboardern aus, die viele Ratschläge auf Lager haben. 

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