Manchmal braucht es beim Reisen nur einen kleinen Anstoß – eine Stunde mehr auf der Straße, eine etwas abgelegenere Buchung –, um eine unbezahlbare Belohnung zu erhalten. Für jede stark auf Instagram präsentierte Touristenattraktion in Vietnam gibt es eine genauso schöne Alternative, die noch unentdeckt geblieben ist.
Da nur eine Handvoll abenteuerlustiger Touristen wie Sie diese Orte besucht, können Sie sich auf einen intensiveren Kontakt mit der einheimischen Gemeinschaft und weniger Umweltbelastungen freuen. Jeder gut angelegte Cent hilft zudem, die Ungleichheit bei den Tourismuseinnahmen zwischen beliebten Hotspots und entlegenen Orten zu verringern.
Bereit zum Erkunden? Hier ist eine Liste von acht herausragenden, weniger bekannten Orten, die Ihnen helfen, das Beste von Vietnam abseits der ausgetretenen Pfade zu entdecken.
Kapitel 01 —
Cao Bằng
Raues Terrain, atemberaubende Motorradfahrten und Begegnungen mit ethnischen Minderheiten sind nur einige der Gründe, warum viele Reisende ihre Zeit in Nordvietnam lieben. Cao Bằng ist die letzte Stadt an der nördlichsten Spitze des Landes und der Ausgangspunkt zum größten Wasserfall Südostasiens. Verbringen Sie einen Nachmittag damit, die Stadt Cao Bằng zu erkunden, lokale Köstlichkeiten zu probieren und am Flussufer entlangzuspatzieren, bevor Sie sich den natürlichen und historischen Wundern der Region widmen: der geheimnisvollen Ngườm-Ngao-Höhle, dem bezaubernden Thang-Hen-Seensystem, dem ehemaligen Versteck von Hồ Chí Minh und natürlich dem spektakulären Bản-Giốc-Wasserfall.
Kapitel 02 —
Đắk Lắk
So weit abseits der ausgetretenen Pfade gelegen, dass Sie vielleicht überrascht sein werden zu hören, dass es überhaupt existiert: Đắk Lắk ist das größte Kaffeeanbaugebiet Vietnams. Doch abgesehen vom Kaffee hat es Đắk Lắk geschafft, die Kultur ethnischer Minderheiten wie der M’nong und Ede zu bewahren, die in abgelegenen Weilern noch immer weitgehend so leben wie seit Jahrhunderten. Verbringen Sie ein oder zwei Tage damit, coole Cafés aufzuspüren und die Museen in Buôn Ma Thuột zu besuchen, oder fahren Sie direkt zum Lắk-See für ein paar Nächte in einem Zeltlager am Ufer. Touren in Đắk Lắk umfassen gewöhnlich die beeindruckenden Wasserfälle und Kaffeeplantagen der Region. Wenn Sie jedoch Elefanten sehen möchten, ist der Yok-Đôn-Nationalpark der beste Ort dafür, wo Sie an Vietnams erster ethischer Elefantentour teilnehmen können.

Kapitel 03 —
Quy Nhơn
Quy Nhơn liegt an einem ruhigen Küstenabschnitt in Zentralvietnam und hat sich viel von seinem küstennahen Charme bewahrt. Entlang der Küstenlinie heißen eine Handvoll kleiner Hotels und ein oder zwei Luxusresorts Reisende willkommen. Quy Nhơn ist die Heimat unzähliger Fischer, deren Boote tagsüber in den Wellen wiegen und nachts den Horizont erhellen. Die Strände hier sind im Allgemeinen leer, und Sie finden sogar ruhige Buchten, die sich ideal zum Campen eignen. Wenn Sie Zeit haben, schwingen Sie sich auf ein Motorrad, um nahegelegene Chàm-Ruinen zu erkunden, gönnen Sie sich einen Wellness-Tag im AVANI oder planen Sie einen Ausflug ins Fischerdorf Kỳ Co, um den kleinen, aber wunderschönen türkisblauen Strand zu genießen.
Kapitel 04 —
Phong Nha
Bis zur überraschenden Entdeckung einer der größten Höhlen der Welt wurde Phong Nha in Reiseführern kaum erwähnt. Seit Sơn Đoòng das Rampenlicht erobert hat, zieht Phong Nha einen stetigen Strom von Abenteuersuchern an. Größtenteils sind die Stadt und die umliegende Region jedoch immer noch friedlich und wunderbar unberührt. Gepflegte Farmstays haben Bungalows zwischen Reisfeldern und Gemüsebeeten eingerichtet, und familiengeführte Hostels bieten Bambushütten sowie Swimmingpools mit schöner Aussicht. Neben der Erkundung der Höhlen von Phong Nha per Boot und zu Fuß können Sie bei Radausflügen, Kajaktouren und Wildtierbeobachtungen im Nationalpark noch tiefer in die Natur eintauchen.
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Kapitel 05 —
Mekong-Delta
Als eine der gastfreundlichsten und buntesten Regionen Vietnams verblüfft das Mekong-Delta Reisende immer wieder durch seine Größe und das Fehlen durchorganisierter Touristenservices. Andererseits macht es dies zu einem fantastischen Reiseziel für abenteuerlustige Reisende, besonders für diejenigen, die die Gegend gerne auf zwei Rädern erkunden möchten. Beginnen Sie Ihre Reise in Cái Bè, einer kleinen Stadt am Flussufer, die von üppigen Inseln umgeben ist. Verbringen Sie einige Tage in einem lokalen Homestay, genießen Sie frisches Obst und Flussfisch und radeln Sie durch Bauernhöfe und Obstgärten, bevor Sie nach Sa Đéc weiterreisen. Die eleganten Kolonialvillen von Sa Đéc, die belebten Märkte am Flussufer und die köstlichen Nudelsuppen machen es zu einem Ort, an dem man leicht ein oder zwei Tage verweilen kann. Wenn Sie bereit sind, reisen Sie weiter nach Châu Đốc, wo es sich lohnt, früh aufzustehen, um den schwimmenden Markt zu erleben und eine faszinierende Mischung aus Tempeln und Pagoden der in dieser Region ansässigen ethnischen Minderheiten zu besuchen.
Kapitel 06 —
Côn Đảo
Nur einen kurzen, malerischen Flug vom Trubel in Ho-Chi-Minh-Stadt entfernt bildet das Côn-Đảo-Archipel eine wunderschöne Gruppe von 15 Inseln, die größtenteils noch von üppigem Dschungel bedeckt und von verlassenen Küstenabschnitten gesäumt sind. Côn Đảo liegt so abgelegen, dass es sowohl während des französischen als auch des amerikanischen Regimes als Gefangeneninsel genutzt wurde. Heute sind Reisende, die es nach Côn Đảo schaffen, verzaubert von der unberührten Natur und dem wilden, windgepeitschten Charakter der Inseln, auf denen sich Nationalparks und Korallenriffe befinden. Verbringen Sie Ihre Tage damit, mit dem Motorrad die Küstenstraßen entlangzufahren, urige Cafés zu erkunden, in der kleinen Stadt Meeresfrüchte zu genießen und an den langen Sandstränden der Insel spazieren zu gehen.
Kapitel 07 —
Ba Bể
Der Name Ba Bể bedeutet „drei Seen“ in der Sprache der ethnischen Tày, die diese dicht bewaldete Region im Norden Vietnams besiedelt haben. Der Ba-Bể-Nationalpark beherbergt den größten natürlichen See Vietnams mit einer Fläche von acht Quadratkilometern. Ein Aufenthalt hier spielt sich ganz natürlich am Wasser ab – Angeln, Spazierengehen und Bootfahren gehören zu einem entspannten Tagesablauf dazu. Buchen Sie ein Homestay direkt am Wasser, wo Sie lange Stunden in der Hängematte entspannen oder bei Sonnenaufgang paddeln können. Nehmen Sie sich während Ihrer Reise auch Zeit für einen Besuch des Dorfes Cẩm Hà – wo die ethnische Minderheit der Tày noch weitgehend so lebt wie seit Jahrzehnten – und für die Erkundung der An-Mạ-Pagode sowie der Hang-Puông-Höhle.
Kapitel 08 —
Pù Luông
Suchen Sie nach saftig grünen Reisterrassen, Begegnungen mit ethnischen Minderheiten und gemütlichen Homestays? Pù Luông öffnet ein wunderbares Fenster in das ländliche Leben der ethnischen Gemeinschaften Vietnams. Nur vier Stunden von Hà Nội entfernt bietet dieses Naturschutzgebiet zahlreiche Reisfelder, Felsen und Wasserfälle und verzeichnet im Vergleich zu seinen Nachbarregionen nur wenige Touristen. Die Bauerndörfer und sanft abfallenden Täler von Pù Luông eignen sich perfekt zum Erkunden zu Fuß. Buchen Sie ein Homestay mit Aussicht und verbringen Sie Ihre Tage mit Wanderungen zu Badestellen am Thác-Hiêu-Wasserfall, lernen Sie die ethnischen Minderheiten kennen und genießen Sie lokal angebaute Spezialitäten.







