Hanoi empfing uns mit seinen alten, aber belebten Straßen und einzigartigem Streetfood. Bún chả, Phở, frittierte Frühlingsrollen… und Hanoi-Bier wurden ihrem Ruf wirklich gerecht. Wir hatten noch nie so köstliche traditionelle Gerichte mit so reichem Geschmack probiert.
Früh am Morgen waren die Straßen noch von einem dünnen Nebel bedeckt. Der Hoan Kiem See erschien mystisch, wie ein Meisterwerk der Natur. Beim Besuch des Ngoc Son Tempels erfuhren wir mehr über Geschichte, Architektur und die spirituelle Kultur, die mit legendären Geschichten und historischen Persönlichkeiten verwoben ist und über die Zeit bewahrt wurde. Es ist ein Ort, an dem Generationen vietnamesischer Menschen ihren Glauben und ihre Wünsche anvertrauen.
Der Literaturtempel – Vietnams erste Universität – vermittelte uns ein tieferes Verständnis der Geschichte und Kultur des Landes.
Nachdem wir uns von Hanoi verabschiedet hatten, fuhren wir nach Ninh Binh, der alten Hauptstadt Hoa Lu, wo Natur und Kulturerbe harmonieren. Zum ersten Mal in unserem Leben machten wir eine Bootsfahrt auf einem Fluss, der so malerisch wie ein Gemälde war, mit üppig grünen Reisfeldern auf beiden Seiten – wirklich ein besonderes Erlebnis. Das Boot führte uns durch ein System von gewundenen Höhlen, die sich durch die Berge ziehen, mit Stalaktiten, die in einzigartigen Formen herabhängen.
Der emotionale Zug rauscht vorbei. Vietnam hat uns immer wieder in Erstaunen versetzt, besonders als wir die atemberaubende Landschaft der Ha Long Bucht sahen, mit Tausenden von aufragenden Kalksteininseln, die ein spektakuläres Naturwunder bilden, wie ein auf dem Meer schwimmender Steingarten.
In Mai Chau - Hoa Binh verbrachten meine Frau und ich die Nacht in einem traditionellen Pfahlhaus der ethnischen Thai. Irgendwie gelang es mir, den Bambusstangentanz ziemlich geschmeidig zu tanzen, ohne zu stolpern, obwohl ich es noch nie zuvor versucht hatte. Dasselbe geschah mit dem Xoe-Tanz – meine ungeschickten Versuche als Ausländer, der zum ersten Mal tanzen lernte, waren unvergesslich.
Die alte Hauptstadt Hue, mit ihrer ruhigen Schönheit und dem poetischen Parfümfluss, war faszinierend. Die Erkundung der Kaiserstadt und der Besuch der Gräber der Nguyen-Kaiser vertieften unser Verständnis der vietnamesischen Geschichte. Eine Bootsfahrt auf dem Parfümfluss bei Nacht, das Bewundern schwimmender Laternen und das Hören von Hue-Volksliedern war ebenfalls ein herrliches Erlebnis.
Unser nächstes Ziel war Hoi An, eine alte Stadt voller Spuren der Zeit und Geschichte. Die Atmosphäre war romantisch und charmant. Nachts wurde die Stadt noch bezaubernder, beleuchtet von Tausenden von Laternen, die eine magische Szene schufen.
Wenn Hue meditativ ist, ist Ho-Chi-Minh-Stadt dynamisch und voller Energie, mit einem Lebensstil, der sich völlig von ersterem unterscheidet. Die moderne Skyline der Stadt ist mit der vieler anderer Länder vergleichbar. Der Wiedervereinigungspalast, das Kriegsopfermuseum, die Nguyen Hue Fußgängerzone und die Bui Vien Straße sind hier unbedingt zu besuchende Attraktionen.
Schließlich endete unsere Reise im Mekong-Delta. Ich empfand die Menschen des Westens als entspannt, offenherzig und gastfreundlich. Wir besuchten schwimmende Märkte, erkundeten traditionelle Handwerksdörfer und genossen regionale Spezialitäten wie gegrillten Schlangenkopffisch und vietnamesische knusprige Pfannkuchen (bánh xèo).
Unsere Reise nach Vietnam bescherte uns ein unglaublich reiches und vielfältiges Erlebnis, von majestätischer Natur und kulturellem Erbe bis hin zum täglichen Leben der Einheimischen. Jedes Reiseziel hinterließ bei uns tiefe Eindrücke und unvergessliche Emotionen.