Wo Sie Vietnams Reisterrassen sehen können

In der vietnamesischen Folklore gibt es eine Geschichte, nach der die Götter den Menschen Reis schenkten, damit sie ein leichtes Leben führen konnten. Doch bei der Ausführung des Wunsches der Götter verwechselte der Bote einen Sack Gras mit einem Sack Reis. Deshalb wächst Gras mühelos, während Reis mit besonderer Sorgfalt gepflegt werden muss. 

Diese und andere Legenden zeigen die unzertrennliche Verbindung Vietnams zum Reis, der im ganzen Land angebaut wird. Im Zentrum und im Süden wird Reis auf Feldern in flachen Ebenen kultiviert; im Norden hingegen wächst Reis auf faszinierenden Terrassen, die sich an den Berghängen entlangziehen. Hier sind fünf der besten Orte, um Reisterrassen in Vietnam zu erleben, sowie die idealen Monate für einen Besuch. 

Kapitel 01 —

Mù Cang Chải

Mù Cang Chải ist ein bescheidener Bezirk mit einem stolzen Geheimnis. Die beeindruckenden Reisterrassen der Region sind wohl die spektakulärsten in Vietnam. Diese Terrassen wurden von der ethnischen Minderheit der Hmong angelegt, einem Bergvolk, das dieses Land seit mehr als zwanzig Generationen bewirtschaftet. Die Terrassen von Mù Cang Chải erstrecken sich über mehr als 2.000 Hektar, so weit das Auge reicht. Fotografen aus aller Welt kommen während der Erntezeit in der Hoffnung, ihre atemberaubende Schönheit einzufangen.

Beste Reisezeit:

Sie können die Schönheit von Mù Cang Chải das ganze Jahr über genießen, aber im September und Oktober sind die Halme golden und schwer von Reis.

Kapitel 02 —

Y Tý

Tief in den Bergen des Nordostens beherbergt diese kleine Gemeinde eine Landschaft voller malerischer Reisterrassen und Wälder im Hochland. Y Tý ist in Vietnam als Ziel für das „Wolkenjagen“ bekannt, eine zweistündige Fahrt von Sa Pa entfernt. Steigen Sie auf den Gipfel des Berges Nhìu Cồ San, 2.700 Meter über dem Meeresspiegel, um das „Dach aus Wolken“ selbst zu erleben. Y Tý ist die Heimat des Volkes der Hà Nhì, einer kleinen ethnischen Gruppe, die auffällige traditionelle Trachten trägt und ihre Häuser nach wie vor mit Lehmwänden und strohgedeckten Dächern baut. 

Beste Reisezeit:

Für die schönste Aussicht auf die Terrassen sollten Sie Ihren Aufenthalt während der „Wassersaison“ im Mai oder Ende September zur Erntezeit planen.

Kapitel 03 —

Sa Pa

Die Bergstadt Sa Pa ist der perfekte Ausgangspunkt, um die Wunder Nordvietnams zu entdecken. Nur eine kurze Wanderung oder Fahrt von der Stadt entfernt finden Sie fantastische Täler mit Reisterrassen, die sich von den nebligen Gipfeln bis hinab zu rauschenden Bächen über die Hänge erstrecken. Sa Pa bietet Wanderwege für jeden Geschmack, und Sie können mehrtägige Touren planen, um mehr Zeit inmitten dieser atemberaubenden Landschaften zu verbringen. Der Aufenthalt in einem Dorf der ethnischen Minderheiten oder in einer traditionellen Gastfamilie (Homestay) in Sa Pa ermöglicht Ihnen ein tieferes Verständnis für die einzigartige Kultur und die majestätische Landschaft dieser Region.

Beste Reisezeit:

Die beste Zeit für einen Besuch in Sa Pa ist kurz vor der Erntezeit. Von Mitte August bis Anfang September erwarten Sie klarer Himmel und eine umwerfende Aussicht.

Kapitel 04 —

Hoàng Su Phì

Nur wenige Stunden von der Stadt Hà Giang entfernt liegt Hoàng Su Phì noch abseits der Touristenpfade. Dieser Bezirk wird von Bergen durchzogen, die steil zum Lô-Fluss abfallen. Hoàng Su Phì ist berühmt für seine aufragenden Gipfel und engen Täler. Hier finden Sie Reisterrassen, die steil in die Hänge gebettet sind oder sich in perfekt symmetrischen Wellen über sanfte Hügel erstrecken. Jedes ethnische Dorf befolgt seine eigenen Pflanz- und Erntezeiten, sodass Sie mit etwas Suchen zu verschiedenen Jahreszeiten Reisfelder erleben können. 

Beste Reisezeit:

Die Bewässerungssaison in Hoàng Su Phì dauert von März bis Mai. In dieser Zeit können Sie die Spiegelungen des sich verändernden Himmels in den gefluteten Terrassen festhalten.

Kapitel 05 —

Pù Luông

Etwa vier Stunden von Ha Noi entfernt birgt die Provinz Thanh Hóa ein besonderes Geheimnis: das Naturschutzgebiet Pù Luông. Das Leben in Pù Luông verläuft weitab vom Trubel der Welt und ist daher ideal für eine Auszeit in der Natur. Die Berge sind von tropischem Wald bedeckt, während in den Tälern sanft gestufte Reisterrassen kultiviert werden. Im Naturschutzgebiet gibt es mehrere kleine Weiler, in denen Angehörige der ethnischen Gruppen der Thai und Muong leben. Übernachten Sie in einer Gastfamilie am Rande der Reisterrassen, um ausgiebige Spaziergänge in der erfrischenden Landschaft von Pù Luông zu unternehmen.

Beste Reisezeit:

Die Terrassen in Pù Luông erstrahlen von August bis Ende Oktober in einem leuchtenden Grün, bevor die goldenen Farbtöne der Erntezeit Einzug halten.

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