Vietnam beherbergt eine lebendige Vielfalt ethnischer Gruppen. Es gibt 54 anerkannte Ethnien, die sich in Hunderte von Untergruppen unterteilen. Sie fragen sich, wo Sie anfangen sollen? Der beste Weg, die ethnische Zusammensetzung Vietnams zu verstehen, sind praktische Erfahrungen. Von Gastfamilien in den Bergen bis hin zu Heilkräutern sind Begegnungen mit der ethnischen Kultur ein Highlight jeder Reise nach Vietnam. Hier sind fünf einfache Möglichkeiten, die Volksgruppen der Dao, Hmong, Tay, Bahnar und Khmer kennenzulernen.
Kapitel 01 —
Erleben Sie traditionelle Dao-Medizin
Kapitel 02 —
Die Yao (oft Dao oder Dzao geschrieben) leben seit dem 13. Jahrhundert in Vietnam und gehören zu den ersten ethnischen Gruppen, die sich in den nördlichen Bergprovinzen Lao Cai, Yen Bai und Ha Giang niedergelassen haben. Die Landwirtschaft der Yao entwickelte sich über Jahrhunderte hinweg, und die Yao-Medizin schöpft stark aus den Geheimnissen der Natur. Die Yao bauen viele Heilkräuter an, die nicht nur zur Behandlung von Krankheiten und Beschwerden dienen, sondern auch für wohltuende Kräuterbäder und therapeutische Massagen verwendet werden.
La Vie Vu Linh in Yen Bai bietet eine einzigartige Heilpflanzentour an, die Sie zusammen mit einem traditionellen Arzt durch die Hügel führt. Die Kräuterbäder der Yao – von denen man sagt, dass sie den Körper entgiften und sogar die Knochengesundheit verbessern – sind nach einer anstrengenden Wanderung in Sa Pa oder Lao Cai ein absolutes Muss. Wer etwas Besonderes sucht, sollte sich das Sozialunternehmen Sai Duan, das luxuriöse Spa in der Topas Ecolodge oder die preisgekrönte Dao Lodge in Ha Giang ansehen.
Kapitel 03 —
Machen Sie eine Wanderung mit den Hmong
Kapitel 04 —
Die Hmong in Vietnam unterteilen sich in vier Untergruppen: Weiße Hmong, Blaue Hmong, Blumen-Hmong und Schwarze Hmong. Die Weiler der Hmong schmiegen sich in einige der gebirgigsten Provinzen Vietnams, in denen Taifune, kaltes Wetter und Erdrutsche eine ständige Sorge sind. In Mu Cang Chai bestellen die Hmong spektakulär geschwungene Reisterrassen; in Ha Giang klettern die Maisfelder der Hmong scheinbar senkrechte Bergfelsen hinauf; und in Sa Pa thronen die Hmong-Dörfer über üppigen, nebligen Tälern. Das Leben und Arbeiten unter extremen Bedingungen hat die Hmong zu abgehärteten Bergsteigern und hervorragenden Wanderführern gemacht.
Hmong-Führer werden Ihnen voller Stolz die reiche Kultur der Hmong näherbringen, während sie Ihnen ihr Zuhause in den Bergen zeigen. Begeisterte Wanderer sollten Mu Cang Chai und Ha Giang besuchen, um faszinierende neue Wege zu entdecken, die erst jetzt erschlossen werden, oder sich Zeit für eine mehrtägige Wanderung durch die Täler und Dörfer von Sa Pa nehmen.
Kapitel 05 —
Buchen Sie eine Unterkunft am See bei den Tay
Kapitel 06 —
Die Tay sind die zweitgrößte ethnische Gruppe in Vietnam, und in den nördlichen Provinzen Vietnams finden Sie bildschöne Behausungen der Tay. Im Gegensatz zu den Hmong haben sich die meisten Tay in Tälern niedergelassen, in denen das Land flach und fruchtbar ist. Die Häuser der Tay stehen auf Pfählen, bestehen größtenteils aus Holz und sind in der Nähe von Flüssen, Bächen und Seen gebaut. Die Nähe zum Wasser hat den Nassreisanbau zu einem wichtigen Bestandteil der landwirtschaftlichen Erzeugung der Tay gemacht, und das Fischen in freien Gewässern gehört zu den weit verbreiteten Fähigkeiten der Tay.
Um mehr über die Traditionen der Tay zu erfahren, besuchen Sie den Ba-Be-See, der sechs Stunden von Ha Noi entfernt liegt. Hier können Sie einige Tage in einem Tay-Dorf verbringen und das Fischen und Bootfahren aus erster Hand von Ihrer Gastfamilie lernen.
Kapitel 07 —
Lernen Sie die Architektur der Bahnar kennen
Hübsche Bahnar-Dörfer prägen weite Teile des zentralen Hochlands von Vietnam, jedes mit einem stattlichen Gemeinschaftshaus, das die Bäume überragt. Die Bahnar sind freundlich und außerordentlich stolz auf ihre Gemeinschaftshäuser, die als Hallen für Rituale, Feiern und Zusammenkünfte der Gemeinschaft dienen. Typischerweise sind diese Häuser zwölf Meter hoch, zwölf Meter lang und acht Meter breit. Einige konkurrierende Dörfer bauen noch höhere Bauwerke als Zeichen von Macht und Wohlstand.
Die Gemeinschaften der Bahnar liegen oft dicht beieinander, sodass man leicht von Dorf zu Dorf reisen kann. Die am leichtesten zugänglichen Bahnar-Dörfer befinden sich in Kon Tum, obwohl Sie auch außerhalb von Pleiku und Buon Ma Thuot Bahnar-Dörfer finden. Zu den absolut sehenswerten Gemeinschaftshäusern gehören jene in den Dörfern Kon Kotu, Kon Harachot und Kon Tum Kapong.
Kapitel 08 —
Entdecken Sie Khmer-Pagoden im Mekong-Delta
Kapitel 09 —
Der Buddhismus ist ein wichtiger kultureller Grundsatz für die 1,3 Millionen ethnischen Khmer, die entlang des Mekongs im Süden Vietnams leben. Viele Jungen verbringen vor dem Eintritt ins Erwachsenenalter mehrere Jahre in der Pagode, um den Buddhismus und die Bräuche der Khmer zu studieren. Sie werden im gesamten Delta beeindruckende Khmer-Pagoden finden, aber die spektakulärsten befinden sich in Soc Trang und Tra Vinh. Beobachten Sie frühmorgens die Mönche der Xon-La-Pagode beim Almosensammeln und besuchen Sie die Hang-Pagode oder Ang-Pagode, um mit den dortigen Mönchen ins Gespräch zu kommen und mehr über ihren Glauben zu erfahren.
Eine hervorragende Zeit für einen Besuch des Mekong-Deltas ist Mitte April, wenn Buddhisten Chol Chnam Tmay — das Neujahr in der Khmer-Tradition — feiern, indem sie Pagoden schmücken und traditionelle Spiele auf den Straßen spielen.








